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"Fucking Fuck" - René Arbeithuber in der xhoch4 Galerie bis 07. Mai 2009

In der xhoch4 Galerie:
René Arbeithuber "Fucking Fuck"
03.04. - 07.05.2009


Seit November 2008 existiert sie in der Ingolstädter Kupferstraße 15 - die xhoch4 Galerie. Und am Freitag, den 3. April wurde die vierte Ausstellung eröffnet. Auf Rafael Gerlach (SatOne) folgte René Arbeithuber mit neuen Werken unter dem Ausstellungstitel "fucking fuck".
Basis der neuen Werkreihe von René Arbeithuber (xhoch4) sind Fotografien – eigene, erworbene, auch Fototapeten. Er bearbeitet diese nicht nur, er dramatisiert: im titelgebenden Bild der Ausstellung „fucking fuck“ wird die Wirtschaftskrise über Börsenmakler und deren widersprüchliche Weltsicht aus Gerissenheit und Naivität kommentiert; der in der Yellow Press noch immer zelebrierte Shoppingwahn als legitimierter und beneideter Lebensinhalt wird durch ein Bild zu Victoria Beckham dargestellt. Die „verwettbewerbte“ Gesellschaft, in der es in jeder Profession einen Besten zu geben hat, in der DSDS und GNTM um 20.15 Uhr Millionen vor die TV-Geräte locken, persifliert René Arbeithuber mit dem Sendeformat-Vorschlag „GNTA“ (Germany´s Next Top Artist). Hitler ist ebenso vertreten wie Mitglieder der RAF und Repräsentanten der Popkultur. Einen spannenden Formenvergleich wagt Arbeithuber im Bild „Ebony Ivory“; Menschenmengen um die Kaaba und auf dem Börsenparkett entwickeln im Zeichen der Unendlichkeit erstaunliche Ähnlichkeiten - im Rahmen eines von Schwarz und Weiß dominierten Bildes, was den Brückenschlag zum Titel und dem McCartney-/Wonder-Song vollführt. In der xhoch4 Galerie entstand aus der neuen Werkreihe ein Panoptikum: Bildelemente wuchern über die Leinwand hinaus, werden auf den Galeriewänden im selben Neonrot und Schwarz fortgeführt und verbinden die Einzelbilder über visuelles Sampling zu einem
Gesamtkunstwerk.
René Arbeithuber prangert an und hasst. Menschen nicht pauschal, nur die unbedachten und stupiden - er beanstandet Stumpfsinn in allen sozialen Schichten mit seiner gekonnten Schichttechnik. Schmerzhafte Philanthropie und sarkastischer Scharfsinn sind selten so eindringlich im Bild vereint.

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Über den Podcast mit dem Bericht des Kulturkanals auf Radio IN und über die Berichte in Neuburger Rundschau und Donaukurier kann die Vernissage auch im Nachhinein noch miterlebt werden. Und wem all das nicht genügt, der kann bei kbumm in der Bildergalerie stöbern.


http://www.xhoch4.de/plus/plus_rene/de/

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Eingetragen am 24.03.2009 16:22 Uhr von xhoch4
Kategorie: kultur | Tags: ausstellung, rene arbeithuber, galerie